Gedenkkundgebung für Kevin Jochim (Dilsoz Bahar)

Kundgebung | 07. November 2015 | 14 Uhr
Friedrichsplatz Karlsruhe

Am 7.11.2015 werden wir uns auf dem Friedrichsplatz alle gemeinsam versammeln, um für Kevin eine würdige Kundgebung zu gestalten. Kevin, gerade einmal 22 Jahre alt, verlor sein Leben im Widerstand gegen den Islamischen Staat (IS) am 6. Juli 2015. Sein Vorbild lebt in uns weiter.

Kevin Jochim  (alias Dilsoz Bahar in Kurdistan) war in Deutschland in antifaschistischen Zusammenhängen aktiv. Im November 2012 schloss er sich den Volksverteidigungseinheiten YPG an. „Ich wollte von dieser Revolution lernen, weil diese Revolution, dieses System in West-Kurdistan, eine Alternative für alle Menschen auf der ganzen Welt werden könnte.“ In der Nacht des 6. Juli 2015 verlor er bei einem Angriff des IS im Kanton Cizîrê im Dorf Şergirat im Kreis Silûk sein Leben.

Es waren die Einheiten von den Selbstverteidigungskräften Rojavas, der YPG und die Fraueneinheiten der YPJ, die  im September 2014  gemeinsam mit der PKK als einzige êzidische KurdInnen vor der menschenverachtenden Organisation Islamischer Staat (IS) aus dem Shengal-Gebirge gerettet haben. Es waren und sind diese Einheiten die einzigen Kämpfer, die Kobanê wieder von dem IS befreit haben und es verteidigen.

Seit einigen Jahren entsteht in den überwiegend kurdischen Gebieten Nordsyriens („Rojava“ genannt) ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung. Die Bevölkerung organisiert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigenständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt. Die Selbstverteidigungskräften Rojavas, der YPG und den Fraueneinheiten der YPJ, schützen diese selbstbewussten, aufopferungsvollen Selbstverwaltungsstrukturen.

Heute gedenken wir Kevin und trauern um ihn mit seiner Familie. Er wurde ermordet, aber Rojava wird leben.

Sehid Namirin!
Hoch die internationale Solidarität!

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