Tun was wirklich zählt!

Protest gegen die Bundeswehr bei der Berufseinstiegsmesse „Einstieg Beruf 2017“ in der dm Arena am 21.01.2017. Kundgebung des „Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung“ (OTKM) Karlsruhe vor der dm Arena angemeldet.

Krieg beginnt hier, beenden wir ihn hier.
Kundgebung 21.01.2017
Von 10 Uhr bis 16 Uhr
Messe Karlsruhe (Haupteingang)

Kostenloser Shuttle
Am 21.01.2017 wird es einen kostenlosen Bus-Shuttle im 10-Minuten-Takt vom Hbf Vorplatz zur Messe geben.

Im Juni 2014 stellte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Reklame- und Rekrutierungskampagne „Aktiv. Attraktiv. Anders. – Bundeswehr in Führung“ vor. Für diese gab das  Verteidigungsministerium mehrere Millionen aus. 2015 wirbt die Bundeswehr unter anderem mit Slogans wie: „Grünzeug ist auch gesund für deine Karriere“ oder „Bei uns geht es ums Weiterkommen. Nicht nur ums Stillstehen“. Die Kampagne unter dem Motto „Mach, was wirklich zählt“ verschlang über 10 Millionen Euro. Ende 2016 folgt dann der nächste Paukenschlag mit der über 8 Millionen Euro schweren YouTube Kampagne „Die Rekruten“. Ziel all dieser Kampagnen ist es neue RekrutInnen zu gewinnen, bereits Aktive zu binden, sowie die Vertiefung der ideologischen Verankerung der Bundeswehr als „normalen Bestandteil der Gesellschaft“, um so vor allem die Jugend erneut in der deutschen Geschichte vor den Karren der militärischen Ziele des deutschen Imperialismus zu spannen.

„Keine der gefahrenen Kampagnen sagt aus, auf was sich potentielle EinsteigerInnen in der Soldatenlaufbahn einlassen und welche Risiken mit der Laufbahn verbunden sind. Viel mehr wird vor allem versucht immer jüngere Menschen anzusprechen. Bereits jetzt werden über 1500 Minderjährige an der Waffe ausgebildet“, erklärt Sahra Zarta vom Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung Karlsruhe.

Die Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 hat das Rekrutierungsproblem der Bundeswehr verschärft. Um die Attraktivität der Bundeswehr zu steigern, gibt die Bundesregierung knapp 35 Millionen Euro für PR-Kampagnen und Nachwuchsgewinnung aus. Inzwischen tritt die Bundeswehr nicht nur mit Werbevideos auf, sondern versucht jede Möglichkeit zu nutzen in die Zivilgesellschaft einzudringen. Ob in der „Bravo“ oder auf Berufsmessen, auf der „Gamescom“ oder bei Konzerten unter anderem auch im zivilen Leben ( z.B Hafengeburtstag Hamburg) – die Bundeswehr ist immer dabei.

„Die Bundeswehr ist für uns kein Arbeitgeber wie jeder Andere. Sie verspricht der Jugend Abenteuer, aber sie zerstört ihre Zukunft. Immer dann, wenn diplomatische Mittel nicht mehr greifen, wird die Bundeswehr in Kriegsregionen geschickt um wirtschaftliche Interessen der Nato-Staaten und Deutschlands durchzusetzen. Das Risiko getötet oder verletzt zu werden wird meist verschwiegen. Die Bundeswehr ist eine Armee, die auf der ganzen Welt eingesetzt wird. Das ist kein Beruf wie jeder andere. Deshalb ruft das OTKM zum Protest gegen den Auftritt der Bundeswehr auf der Berufseinstiegsmesse  „Einstieg Beruf 2017“ auf“, erläutert Teo Talmann vom Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung Karlsruhe weiter.

Am 21. Januar 2017 wird die Bundeswehr bei der Berufseinstiegsmesse „Einstieg Beruf 2017“ in der dm Arena einen Stand betreiben. Wir werden diesen Auftritt der Bundeswehr begleiten und haben eine Kundgebung vor der dm Arena angemeldet.

Dieser Auftritt wird nicht unbeantwortet bleiben!

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