Revolutionäre 1. Mai Demo in Karlsruhe

Über 150 Menschen beteiligten sich an der Revolutionären 1.Mai Demo in Karlsruhe
Unter dem Motto „Jetzt sind wir am Zug! Gemeinsam gegen Kapitalismus – wir lassen uns nicht ausspielen“ versammelten isch über 150 Menschen, um gegen das herrschende System zu protestieren. Beginnend beim Festplatz führte diese in die Innenstand und traditionell zurück zur Karlsruher Südstadt. Ein Hauptaugenmerk der Redebeiträge lag auf Problemen wie prekäre Beschäftigung & niedrigen Löhne, dem Rechtsruck der Gesellschaft und einer weiteren Aufrüstungsspirale, angestoßen durch die Bundeswehr, die systembedingt sind und deren Ursachen im Kapitalismus liegen.

Aufsehen erregte nach der ersten Zwischenkundgebung die Filiale der Commerzbank direkt an der Route, die von Aktivist*innen am Vorabend mit Farbbeuteln komplett zugedeckt wurde. Der Commerzbank wurde für die Verwicklung in schmutzigen Waffen-Deals der BRD markiert. Als der Demozug um die Ecke bog, wurde auf einer oben verlaufenden Brücke mehrere Rauchgegenstände gezündet und ein Transparent mit der Aufschrift „Another World is possible“ platziert. Als die Demonstration zum Ende neigte, wurde die Rückkehr in die südstadt mit weiterer Pyrotechnik garniert.


Insgesamt war es eine gelungene Demonstration, bei der trotz schlechtem Wetter große Aufmerksamkeit bei der Stadtbevölkerung erregt wurde. Es zeigt sich, dass auch eine 1.Mai Demo ein wichtiger Aspekt sein können, um eine antikapitalisitsche Grundhaltung der linken Szene wieder zu wecken, um im nächsten Schritt weitere Aktionen folgen zu lassen, damit eine revolutionäre Perspektive entwickelt werden kann. Denn eins wurde auch klar: Erst wird der Naziaufmarsch am 3. Juni im Rahmen des „Tag der deutschen Zukunft“ blockiert und danach werden wieder eigene Inhalte auf die Straße getragen. Antifaschismus und revolutionäre Politik geht nur gemeinsam.
Ein Bündnis aus verschiedenen Gruppen hatte zu dieser Demonstration nach jahrelanger Pause wieder aufgerufen. Organisiert wurde diese Demonstration von der Libertären Gruppe Karlsruhe, der Freie Arbeiterinnen und Arbeiter-Union (FAU) Karlsruhe, dem AktivistInnenbündnis Karlsruhe, dem Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung Karlsruhe (OTKM), aktion kollektiv theatral (AKT), der Linksjugend [’solid] Karlsruhe und der Hochschulgruppe dielinke.sds.

RedeOTKMKarlsruhe170501

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